Flow und so

Category: Prosa

Der Flow muss weiterziehen

Hast du schon einmal versucht fließendes Wasser festzuhalten? Ich habs probiert mit Wasser und mit einem wunderbaren Flow der mich besucht hat – hat beides nicht geklappt.

Ja! Ich war schon einmal im Flow – also ich mein so richtig in allem – nicht nur für ein paar Stunden beim Musik schreiben oder beim Unterrichten – sondern für ein paar Tage. Zugegeben das ist schon wieder zwei Wochen her. Aber es ließ mich die Luft von „Ich bin bei mir“ und „Nichts kann mich aus meiner Mitte bringen“ schnuppern

Tja es ist wohl das Paradies, das sich mir noch nicht ganz erschließt, denn leider ist es mit dem Flow auch schon wieder vorbei. Aber in dieser Zeit habe ich Trampolin geschrieben. Mit Trampolin kann ich jetzt für drei Minuten diese Luft schnuppern. Und somit hat es sich ja schon gelohnt.

Und dann kam ich und wollte den Fluss einfangen – ich wollte diesen Zustand konservieren.

Wie töricht. Man kann rein gar nichts konservieren – außer Obst und Gemüse. Ich denke das ist ein spirituelles Gesetz – halte nichts fest, denn dir gehört nichts davon. Ich habe den Flow nicht. Dieser Zustand – er kommt zu mir. Er besucht mich, vielleicht als Belohnung für die Liebe und meine Bemühungen diese in die Welt zu tragen.

Wenn ich dann sage, „Du musst jetzt bei mir bleiben“ dann ist da keine Liebe mehr. Was bleibt ist Starre, also das Gegenteil von dem was ich erlebt habe: Lebendigkeit, innere Stabilität, Ruhe, Freude, Harmonie, Liebe, Frieden, Freiheit…

Ich will mich nicht mehr verlieren. Aber die Krux ist ich muss mich immer wieder verlieren damit ich zu mir selbst finde. Alles ist in Bewegung. Alles ist ein Werden und Vergehen. Und je mehr wir akzeptieren, desto eher bleibt ein Flow, die Liebe, der Frieden, die Harmonie. Desto mehr können wir uns baden in diesem Fluss.

Solange wir alles steuern wollen – mit unseren Köpfen wird es wohl ein flüchtiger Besuch bleiben. Ich warte jetzt bis mich die Muse wieder küsst, der Flow wieder Hallo sagt und ich die Harmonie umarmen darf.

Bis dahin lebe ich liebe ich und schreibe wieder ein wenig traurige Songs.